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Brand in Berschweiler

Flammenmeer breitete sich rasend schnell aus

Vater und Kinder konnten das Haus gerade noch verlassen
 

„Gebäudebrand mit Menschenrettung in Berschweiler bei Kirn“: So alarmierte die Leitstelle Bad Kreuznach am Freitagmorgen kurz vor 4 Uhr die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Herrstein und der Stadt Kirn. Bereits auf der Anfahrt nach Berschweiler sahen die Wehrleute die riesige Rauchsäule im Mondlicht. Für die Kirner Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst stellte sich die Frage, wie sie überhaupt zur Einsatzstelle fahren sollten: Denn die K 6/K 30 zwischen Bergen und Kirn ist gesperrt. Teile der Kirner Feuerwehr und der Polizei fuhren schließlich über die B 41 und dann über Fischbach zur Einsatzstelle.
Der Rettungsdienst aus Kirn fuhr über Griebelschied an. Als die Wehrleute ankamen, schlugen ihnen meterhohe Flammen entgegen. Glücklicherweise konnten sich die Bewohner, ein Vater und seine zwei jugendlichen Kinder, im letzten Augenblick aus dem Haus ins Freie retten. „Mein Jüngster weckte mich und schrie panisch laut: ,Papa, wach' auf, es brennt im Haus'“, berichtet der Vater.
„Das Feuer breitete sich rasend schnell im gesamten Haus aus und griff dann direkt auf das Dach über“, sagt einer der Feuerwehrmänner. Als die Einsatzkräfte mit zahlreichen Fahrzeugen unter der Führung von Wehrleiter Nils Heidrich eintrafen, stand das Erdgeschoss im Vollbrand. Das Zusammenspiel der einzelnen Ortswehren und die Einweisung der Nachrückenden Hilfskräfte funktionierte tadellos. Auch die Einweisung der zweiten Drehleiter der Wehr aus der Stadt Kirn, die mit 18 Kräften unter Leitung ihres Wehrleiters Michael Wildberger eintraf, funktionierter dank gemeinsamer Übungen reibungslos.
Probleme bereitete allerdings, die ausreichende Löschwassermenge bereitzustellen. Nach 60 Minuten hatte sich das Feuer in das Dachgeschoss ausgebreitet, und es kam zu einer Durchzündung des Dachstuhls. Es schlugen bis zu sechs Meter hohe Flammen aus dem Dachfenster, aus weiteren Fenstern und sonstigen Öffnungen. Der Feuerschein und der Brandgeruch waren in großen Teilen der Nachbargemeinden wahrnehmbar. Das Großaufgebot von mehr als 100 Rettungskräften sorgte dafür, dass die rund 200 Schaulustigen den Brandort während des Einsatzes in gebührendem Abstand beobachteten. Die Feuerwehrleute konnten die Flammen durch massiven Wassereinsatz relativ schnell unter Kontrolle bringen.
Schwieriger gestalteten sich die Nachlöscharbeiten im Dachbereich des Wohnhauses. Sämtliche Klappen, Fenster und Isolierungen wurden geöffnet, um die Glutnester abzulöschen. Zu Beginn wurde die Werkstatt von den Atemschutzträgern durchsucht und ein Schweißgerät mit Gasflaschen ins Freie transportiert. Mehrere Einsatzkräfte gingen dabei unter umluftunabhängigen Atemschutz vor, um das brennende Wohnhaus von innen zu löschen. Vom Erdgeschoss, aus dem das Feuer ausbrach, breiteten sich die Flammen binnen weniger Minuten rasend schnell aus, und es blieb nicht mehr viel vom Wohnhaus übrig.
Verbrannte, verschmorte und verkohlte Wohnungseinrichtung, geschmolzene Gartenmöbel, herabhängende Kabel und überall Ruß prägten die Szenerie. Die gute Nachricht lautet, dass beim Brand in Berschweiler niemand verletzt wurde. Nach gut vier Stunden hatten die
Feuerwehrleute die letzten Glutnester gelöscht. Brandexperten werden das Wohnhaus nun in Augenschein nehmen. Begleitet wurde der Einsatz vom Ortsverband des DRK. Der Schaden wird auf mindestens 200 000 Euro geschätzt. Erst mit einsetzendem Tageslicht wurde das ganze Ausmaß sichtbar.

Fotos: Sebastian Schmitt
Nahe-Zeitung vom 08.04.2017
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Letzter Einsatz:

25.07.2017 11:27 Uhr

Person im Aufzug

Lorettahof

55756 Herrstein

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Nächster Termin:

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Sitzung der Ausrückebereichsführer

Gerätehaus Herborn


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