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Berichte 2017

Berichte


Das im Einsatz Erlebte muss verarbeitet werden

Leitender Notarzt berichtet über Belastungsstörungen
 

Auf Einladung von Wehrführer Sascha Moser informierte Jürgen Schott die Angehörigen der Feuerwehr Herrstein-Niederwörresbach zum Thema Posttraumatische Belastungsstörungen. Diese Form der psychischen Störung entsteht durch ein traumatisches Erlebnis. Neben Krieg oder Vergewaltigung können auch Naturkatastrophen oder schwere Unfälle eine posttraumatische Belastungsstörung auslösen. Laut Jürgen Schott, Leitender Oberarzt am Klinikum Idar-Oberstein, sind manche Berufsgruppen durch ein erhöhtes Risiko gekennzeichnet. Neben Soldaten, Rettungssanitätern und Polizisten gehören zu diesen Berufsgruppen auch ehrenamtliche Hilfskräfte wie die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren. Die Ursachen für die Belastungsreaktion können Jahre zurückliegen und werden oft nicht in direktem Zusammenhang gebracht. Schlimme Erinnerungen, Gedächtnislücken oder Alpträume, welche über mehrere Wochen anhalten, gehören zu den Symptomen. Eine schleichende Wesensveränderung bei einem Kollegen ist als ersten Anzeichen zu deuten. Jürgen Schott nennt die Beispiele wie Grübeln, Aufbrausen, Zurückziehen bis hin zur Depression. Eine wirksame Maßnahme, das im Einsatz Erlebte zu verarbeiten, ist die Nachbesprechung innerhalb der Feuerwehr. Verfestigen sich die Anzeichen ist eine wirksame Therapie nur mit professioneller Unterstützung möglich. Zum Abschluss dankt Wehrführer Sascha Moser für diesen umfassenden und detaillierten Vortrag, in dem Jürgen Schott aus seinen eigenen Erfahrungen als Anästhesist und Leitender Notarzt viele Beispiele anschaulich schilderte.



Letzter Einsatz:

08.05.2017 14:16 Uhr

Küchenbrand

Hofstraße

55743 Kirschweiler

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Nächster Termin:

27.04.2017 19:00 Uhr

Sitzung der Ausrückebereichsführer

Gerätehaus Herborn


Veranstaltungshinweis:
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